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Achterbahn der Gefühle.

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Diese Zeilen sind einem wunderbaren 14-Monate-Altem Red Irish Setter gewidmet, der seit 7 Tagen darum gekämpft hat, in unsere kleine Familie zurück zu kommen.

Liebster Oscar,

Vor fast genau einem Jahr bist Du in unsere Familie und in unsere Herzen gesprungen und in Deiner sanften aber auch bestimmenden Art zu zeigen, wer wen am liebsten hat, hast Du uns so unglaublich viele schöne Momente geschenkt und uns so oft zum Lachen gebracht.

Du bist der erste Hund, den ich als kleinen Welpen von 12 Wochen in meinem Arm hatte. Du bist der erste richtig echte Kumpel unserer tollen Naya, die in Dir einen Spielgefährten und Schmusebären gefunden hat.

Du bist in einer gewissen Art und Weise das gemeinsame Kind von Tony und mir, auch wenn ein Hund kein Kind ersetzen kann.

Die letzten 8 Tage ohne Dich waren einfach nur schlimm, einfach so leer und so geprägt von Hoffen und Bangen. Tage voller Gebete.

Du hast uns gezeigt, wie schnell es geht von « richtig gut drauf » zu « mein Herz droht zu versagen ».

Du hast uns aber auch gezeigt, wie stark Du bist und wie sehr Du kämpfen willst. Du hast mich in den letzten Tagen daran erinnert, was vor 7 Jahren passiert ist. Von einem Moment auf den anderen so aus dem Alltag geschmissen zu werden und mit lebensbedrohenden Symptomen, mit uneindeutigen Diagnosen, mit verschiedenen Arztmeinungen und mit zwiespältigen Prognosen konfrontiert zu werden.

Seit 3 Stunden wissen wir, dass wir Dich nach Hause holen dürfen. Das ist ein ersten Schritt. Es wird eine gewisse Zeit an Therapie brauchen, bis zu dem Punkt, an dem Du wieder gesund bist.

Ich freue mich so auf morgen Nachmittag!

Ein Leben davor und eines danach.

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http://www.lessentiel.lu/fr/luxembourg/story/daniela-une-vie-avant-et-apres-le-cancer-du-sein-28356926 (via lessentiel.lu)

Sehr stolz auf mein Interview mit der landesweit kostenlos verteilten Tageszeitung hier in Luxembourg.

Und sehr überwältigt von all den schönen Nachrichten die mich daraufhin erreichen.

Das Leben ist ein Geschenk!

Friday Peace Agreement.

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In diesen Tagen endloser Diskussionen um BREXIT erlaube ich mir mal eine politische Einstellung. Und diese kommt aus dem Herzen von Europa an einem hoffentlich friedlichem Freitag.

Wenn alle UK Bürger (inkl. derer, die nicht in UK leben) morgen gefragt würden, ob sie ein zweites Referendum möchten, dann würde ich das Demokratie nennen.

Es kann doch nicht sein, dass sich erneut Familien spalten!!!

RESPEKT für die ursprüngliche Idee von Europa !!!

NB: das Foto beweist, dass Frieden zwischen EU Nationalitäen (Portugal und Irland) funktionieren kann

Fremdschämen.

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Es gibt Momente im Leben, da fragt man sich, wie gemein manches menschliche Wesen sein kann. Mal abgesehen davon, was momentan in der Welt passiert und weshalb unser eins besser beraten ist, keine Nachrichten mehr zu lesen, passieren mir gerade im Alltag doch unfassbare Dinge. So gerade eben.

Sitze friedlich am Mosel-Ufer, wo Naya dem Neuling Oscar erklärt, wie man sich einem Fluss nähert. Und plötzlich großes Geschrei einer Passantin… “wie können die Tiere denn bloß frei rumlaufen. Eine Zumutung.”

Hallo, geht’s noch? Von welchem Planeten kommst Du denn? Aaaah, verstehe… Deine Designer-Jeans wird gerade von meinem Strassenhund beschnüffelt und Deine Tochter im Schicki-Micki- Outfit hat gerade meinen nassen Welpen angefasst.

Schämst du Dich nicht, so unmenschlich zu sein? Ich schäme mich für Dich!

Die Frage nach dem “darf ich das ».

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Wenn du an einem Freitag Abend recht ausgequetscht von einer anstrengenden Arbeitswoche mit zu vielen Herausforderungen nach Hause fährst, das Ortseingangsschild deines gemütliches Dorfes freudig erwartest, in Deine Straße einbiegst. Dich programmierst auf “ausruhen” und plötzlich vor und hinter dir den Rettungsdienst entdeckst, wird dir schon etwas anders um die Herzgegend. Zumindest ist mir das heute so ergangen.

Wenn Du dann feststellen musst, dass der Notfall im Haus gegenüber ist, wo du regelmäßig ein und aus gehst und “zur Familie gehörst”, dann wird dir direkt übel.

Du parkst dein Auto, versuchst zu verstehen was gerade vor dir passiert und dann kommt der Moment der Frage “Darf ich da jetzt hingehen?” und fragen was los ist oder ist das neugierig?

“Darf ich fragen, ob ich helfen kann, indem ich vielleicht die Kinder von dem Ort des Geschehens wegbringe?”

Ich hätte es tun sollen, zumindest weiß ich das jetzt knapp 4 Stunden später.

Folge deinem Bauchgefühl und nicht der Frage “was darf ich”.

Werd schnell wieder gesund, lieber Salva.

Wenn Verzeihen schwierig ist aber nötig wäre.

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Im Angesicht des Todes eines Menschen der einmal wichtig und von Bedeutung war in meinem Leben müsste einem das Verzeihen doch leichter gelingen, oder?

Seit 24 Stunden weiß ich dass mein ex-Schwiegervater verstorben ist. Während knapp 8 Jahre meines Daseins hatte er einen Platz eingenommen, eine Rolle gespielt. Nun ist er nicht mehr und ein Teil in mir ist traurig und möchte ihm eine letzte Ehre erweisen und der andere Teil ist immer noch so verletzt und enttäuscht über das was vor 6 Jahren passiert ist.

Warum sind unsere Egos so groß und unsere Schatten so lang um nicht verzeihen und drüberspringen zu können?

R.I.P. RW

Zwischen zwei Leben: Notausgang.

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Beim Betrachten des Fotos vom Aufbau unserer Ausstellung “Mäin perséinleche Wee” im Kinneksbond Mamer am heutigen Nachmittag fällt mir spontan der Titel “Notausgang” ein.

Mein ganz persönlicher Weg durch ein unbekanntes, verwirrendes, schmerzhaftes “Dazwischen”.

Das rechte Bild, entstanden zu Beginn der Chemotherapie, ist meine innere Zerrissenheit, abgetrennte Wege, komplettes Chaos, fehlende Teile im turbulenten Rahmen des Möglichen.

Das linke Bild 5 Jahre danach. Immer noch im Zeichen von Pink. Das Durcheinander ist noch nicht ganz vorüber aber es scheint harmonischer zu werden, irgendwie sanfter. Und doch bleibt in den Zwischenräumen immer ein Zweifel, ein Schatten von Angst.

Und heute erscheint diese offene Tür zwischen Beiden. Ein Notausgang. Vielleicht keine schlechte Idee! Ein neuer Weg irgendwo in der Mitte zwischen Gestern – Jetzt und Irgendwo.

Ich freue mich auf ein neues Abenteuer am Freitag Abend: 18h30 Kinneksbond Mamer

http://www.kinneksbond.lu/fr/4/eid,3260/agenda/arts-de-la-scene/THE+EPHEMERAL+LIFE+OF+AN+OCTOPUS.html

20.12., 20Uhr

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Das 18. Jahr in diesem Jahrtausend geht seinem Ende zu. Es ist der 20. Dezember und die Glocken der Basilika hier im Dorf läuten die zwanzigste Stunde.

2018 eben.

Weihnachtspost ist verschickt obwohl ich mich dazu doch sehr zwingen musste. Aber was können meine Freunde schon dafür, dass ich mich im Moment wie ausgeschleudert fühle.

Regen prasselt auf die Dachfenster, fühlbar ohne Pause die letzten Tage. Bei mir laufen die Tränen.

Ich denke über dieses Jahr nach, es war anstrengend mit viel Traurigkeit. Aber es gab auch ein paar schöne Momente. Vor allem war ich heute sehr stolz, unsere Europa Donna Luxembourg Briefmarke auf die Weihnachtskarten zu kleben.