Category Archives: Trauer

15. Oktober

Standard

Ab heute Abend hat dieser 15. Oktober eine weitere wichtige Bedeutung in meinem Leben.

Ich habe nämlich heute gelernt, dass er nicht nur der Tag der Brustgesundheit ist sondern auch der Tag der Sternenkinder (Pregnancy and Infant Loss Remembrance Day).

Vier Kerzen leuchten heute Abend in unserem Zuhause.

Advertisements

Verdammter scheiss Krebs.

Standard

Welch böse Ironie des Schicksals. Die gesamte letzte Woche stand unter der Thematik Brustkrebs… Solidarität, Aufklärung, Forschung, Fortschritte in der Diagnose und Therapie. Ich war so voller Hoffnung für alle Betroffenen. Und nun schlägt diese miese Krankheit erneut eine große Lücke in meinen Freundeskreis. Es ist so bitter!

Du wusstest, dass irgendwann der Tag kommt mit dem Wort “auskuriert” und Du wusstest, dass es dann keinen Ausweg mehr gibt. Dein Wunsch zu leben, zu überleben hat Dir die letzten Jahre die Kraft gegeben, Dich durch Therapien und Schmerz zu kämpfen. Deine Stärke hat mich beeindruckt. Unsere Gespräche waren voller Ehrlichkeit und das hat sie so wertvoll gemacht.

Ich ärgere mich, weil ich Dir einige Zeit nicht geschrieben habe, weil ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt war. Nun gibt es dazu keine Chance mehr.

Ich will den Gedanken nicht zulassen, dass Du nicht mehr lebst. Ich schreie “Nein” in den Himmel dieser traurigen Nacht.

Möge Deine Seele tanzen!

England’s Rose

Standard

Ich weiß auch 20 Jahre nach Lady Di’s Tod wo ich an dem Moment war als ich davon erfahren habe. Diese Lady hat sicher vieler unser Leben geprägt. Gone but never forgotten!

Goodbye England’s roseMay you ever grow in our hearts

You were the grace that placed itself

Where lives were torn apart

You called out to our country

And you whispered to those in pain

Now you belong to heaven

And the stars spell out your name

And it seems to me you lived your life

Like a candle in the wind

Never fading with the sunset

When the rain set in

And your footsteps will always fall here

Along England’s greenest hills

Your candle’s burned out long before

Your legend ever will.

Warum habe ich so lange gewartet?

Standard

Es ärgert mich, ich ärgere mich. Und zwar über mich selbst.

So oft habe ich mir abends gesagt, ich sollte zum Hörer greifen und Dich anrufen. Dich fragen, wie es Dir geht und ob ich etwas für Dich tun kann.

Dann verging wieder und wieder eine Woche und obwohl das schlechte Gewissen immer größer wurde, habe ich es nicht auf die Reihe bekommen, mich bei Dir zu melden.

Dann, am 2.März morgens auf dem Weg zur Arbeit warst Du so intensiv present in meinen Gedanken, dass ich ahnte, es sei zu spät.

Per Email kommt die Bestätigung zwei Stunden später.

Die lebensfrohe, mutige und so tapfere Micky ist von uns gegangen.

Es tut weh, richtig weh. Und zu dem Schmerz der Trauer gesellt sich der Schmerz der Wut. Wut über mich selbst, Wut über die Ungerechtigkeit, über das Schicksal und vor allem Wut über den verdammten scheiss Kerl namens Krebs.

Du hast mich auf dem Berg begleitet, hast mir auf den letzten Höhenmetern Mut gemacht und mich nicht umkehren lassen. Du hast das Unglaubliche wahr gemacht! Du warst mein Held, und nicht nur auf dem Berg!

Wir waren einige Hundert auf Deiner Trauerfeier. Hunderte junger Menschen, denen Du begegnet bist mit Deiner außergewöhnlichen Art, Deinem warmen Herzen, Deinem unerbitterlichem Mut. Und im Meer von Blumen, im Meer von Tränen steht Deine Asche in einer dunkelblau schimmernden Urne und Du lächelst uns auf dem Photo davor an als würdest Du uns sagen wollen: “seid nicht so traurig!”

Micky, ech hunn Dech an mengem Hierzen. Fir emmer!

achtzehn-fünfzehn 

Standard

Vor einem Monat.

Wo ist die Zeit hin?

Wann fängt es an, weniger weh zu tun?

Du fehlst mir so sehr liebe Omi.

Mein erster Geburtstag ohne Dich war traurig, so traurig. Kein Anruf von Dir, kein “alles Gute, vor allem ganz viel Gesundheit”.

Du bist einen Monat auf Reise.

Ist es schön, dort wo Du bist?

Ich habe mir von Deinem letzten Weihnachtsgeschenk eine tolle neue Tasche gekauft, sie würde Dir gefallen. Nun erinnert sie mich an Dich jeden Tag. Obwohl … dafür brauch ich keine Tasche. Du bist in meinem Herzen.

In Liebe & unendlicher Dankbarkeit.

Deine D

Schon 14 Tage.

Standard


Schon 14 Tage bist Du unterwegs liebste Omi und ich kann es fast nicht glauben, dass die Tage einfach so vorübergehen als wäre alles so wie immer.

Ich wusste, dass Du irgendwann einschlafen wirst und ich habe diesen Tag so sehr gefürchtet all die letzten Jahre. Nun ist es Wirklichkeit, doch es scheint so unreel.

Seit einigen Monaten verfolge ich Jessie’s Blog, ihre Briefe an ihre verstorbene Großmutter. Ich möchte den Ersten davon mit Dir teilen.

https://jessyfromtheblog.wordpress.com/2016/09/27/brief-an-omi-nr-1-die-beerdigung/

Geht es Dir gut da oben? Du warst in meinem Traum, saßt lachend auf dem Deck eines Ausflugdampfers. Hab eine wundervolle Reise und vergiss mich nicht.

Deine D