Category Archives: Seele

Verdammter scheiss Krebs.

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Welch böse Ironie des Schicksals. Die gesamte letzte Woche stand unter der Thematik Brustkrebs… Solidarität, Aufklärung, Forschung, Fortschritte in der Diagnose und Therapie. Ich war so voller Hoffnung für alle Betroffenen. Und nun schlägt diese miese Krankheit erneut eine große Lücke in meinen Freundeskreis. Es ist so bitter!

Du wusstest, dass irgendwann der Tag kommt mit dem Wort “auskuriert” und Du wusstest, dass es dann keinen Ausweg mehr gibt. Dein Wunsch zu leben, zu überleben hat Dir die letzten Jahre die Kraft gegeben, Dich durch Therapien und Schmerz zu kämpfen. Deine Stärke hat mich beeindruckt. Unsere Gespräche waren voller Ehrlichkeit und das hat sie so wertvoll gemacht.

Ich ärgere mich, weil ich Dir einige Zeit nicht geschrieben habe, weil ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt war. Nun gibt es dazu keine Chance mehr.

Ich will den Gedanken nicht zulassen, dass Du nicht mehr lebst. Ich schreie “Nein” in den Himmel dieser traurigen Nacht.

Möge Deine Seele tanzen!

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Gnadenlos. Sans pitié.

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Den Kopf gerade wieder etwas oben, schlägt das Schicksal erneut eine Kerbe in den Weg. Gnadenlos haut es zu ohne Rücksicht auf eventuelle Gemütszustände. Dieser Tod war einer zuviel. Einer zuviel für mich in 18 Monaten. Verdammter scheiss Krebs. Raubst mir 4 liebe Menschen in so kurzer Zeit, spielst mich für einen Moment an die Wand. Was soll das? Du bist ein Looser! Du bekommst es ja noch nicht mal auf die Reihe zu Überleben, Du Scheisskerl! Warum bist Du so fies?

Was auch immer mir das Leben oder aber auch der Tod mit diesen heftigen Erlebnissen sagen will… das ist nicht der beste Weg, das ist eine richtig miese Nummer!
OK, ich nehme die Herausforderung an. Wir werden morgen ein langes Zwiegespräch führen… ich und der Tod.

Und ich werde wieder weinen und wieder trauern um einen wunderbaren Menschen, um Dich meine liebe Tamy. Dein harter Kampf ist heute zu Ende gegangen, Du warst so tapfer all die Jahre, so unerschütterlich, so voller Lebensfreude. Ich konnte mich nicht in Deinen letzten Lebenstagen von Dir verabschieden aber ich werde es am ersten Tag Deiner neuen Reise tun. Du wirst mir diese wichtige Lektion noch mit auf meinen Weg geben. Ruhe in Frieden meine liebe Freundin.

 

Meine heutige Kreation ist Dir gewidmet, ich hätte Dir diese Blumen gern in 5 Tagen zu Deinem Geburtstag geschenkt. Ma création d’aujourd’hui est pour toi, j’aurais bien aimé de te l’offrir pour ton anniversaire dans 5 jours.

La tête a peine remonté, voici le destin qui frappe de nouveau avec un coup dur. Sans pitié pour des éventuels coup de blues. Ce décès est un de trop. Un de trop pour moi en 18 mois. Putain de merde de cancer. Tu m’enlèves 4 adorables amies en si court de temps, tu me mets dos contre le mur pour un petit instant. Qu’est-ce que tu veux? T’es un lâche! Même pas capable de réussir à survivre, connard! Pourquoi t’es si méchant?

Quoi que ce soit que la vie ou la mort essaie de me faire comprendre avec ces terribles événements… ceci n’est pas le meilleur chemin, ceci est vraiment dégueulasse! OK, j’accepte ce challenge. Nous allons avoir une longue discussion demain… moi et la mort.

De nouveau je vais pleurer, de nouveau je vais être en deuil pour une belle personne, pour toi ma chère Tamy. Ta bataille a pris fin aujourd’hui, t’étais si courageuse toutes ces années, si battante, si joyeuse. Je n’ai pas pu me rendre près de toi dans tes derniers jours de vie pour te dire adieu mais je vais le faire le premier jour de ton nouveau voyage. En dernier cadeau tu m’offres cette importante leçon de la fin de vie. Repose en paix ma chère amie.

 

Schlaf in himmlischer Ruh. Dors dans un calme sublime.

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 ” Ich drücke Dich, umarme Dich, denke an Dich und freue mich auf unser nächstes Wiedersehen.”

(Tübingen, 7.6.2013)

Wir sehen uns wieder meine liebe Freundin.

Bis dahin hab eine schöne Reise. Möge Deine Seele Frieden finden.

In Liebe und Dankbarkeit für wunderbare Jahre mit Dir.

 

 ” Je t’embrasse très fort et j’ai hâte de te revoir très bientôt.”

(Tübingen, 7.6.2013)

Nous allons nous revoir ma chère amie.

Jusqu’à ce jour je te souhaite un bon voyage. Que ton âme trouve sa paix.

En amour et gratitude éternelle pour les merveilleuses années avec toi.

Hellbau trifft rosarot.

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Am Himmel des 9. August 2015. Ich geniesse die Ruhe des Sonntag Abends. Vom Nachbargrundstück kommen Klänge einer E-Gitarre, ansonsten ist es sehr still in meinem kleinen Dorf und der Tag geht mit einem schönen Licht langsam zu Ende. Die Flieger hinterlassen rosa Kondenzstreifen, das gefällt mir. Graue getupfte Wolken auf rosa-gelbem Hintergrund und darunter ein Streifen von hellblauem Himmel. Auch das gefällt mir. Leider verwöhnt mich dieser Sommer nicht mit vielen von diesen lauen Abenden, das Auf und Ab des Wetters drückt auf das Gemüt.

Ein Stapel Bügelwäsche wartet geduldig auf mich und den morgigen Tag, er wird leider vom Hinschauen nicht kleiner. Heute abend ist es mir wichtiger nur das zu machen worauf ich Lust habe – und Bügeln gehört da nun mal gar nicht rein.

Der Versuch, ein paar sinnvolle Zeilen an eine Freundin auf Papier zu bringen scheitert. Ich merke, dass es wahrlich nicht einfach ist, auf der anderen Seite zu sein. Auf der Seite, wo man die richtigen Worte für schwierige Zeiten finden möchte. Und dabei sollte ich doch die nötige Erfahrung haben. Gerade heute. Falsch gedacht.

Meine Gedanken reisen durch die letzten zwei Jahre. Genau hier – vor 24 Monaten – hat mein Leben eine grosse Veränderung erfahren. Es scheint eine lange Zeit seitdem vergangen zu sein, die körperlichen Wunden sind geheilt aber die Psyche fordert etwas mehr Zeit in der Bewältigung von Grenzerfahrungen. Zu schnell glaubt man, wieder “normal” funktionieren zu können und vergisst, seiner Seele die nötige Pflege zukommen zu lassen. Es braucht eine Weile bis die Erinnerungen an die dunklen Tage verblassen, bis man akzeptiert, dass zu dem “neuen” Leben auch immer ein Restrisiko gehören wird, dass man nun besonders sensibel reagieren wird, wenn im Bekanntenkreis eine schlechte Diagnose gestellt wird. Aber all das bietet auch die Chance besonders aufmerksam zu leben und jeden noch so kleinen Moment der Freude und des Glückes zu schätzen, so wie der Blick auf rosa-rote Wolken.

Inspiration… by rosarotezeilen.com

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Ein ganzer Monat ohne einen einzigen Artikel. Ja, ich gebe zu, ich war faul oder nein, eher war mir nicht nach schreiben. Das haben andere viel besser für mich getan. Evelyn Rosar zum Beispiel. Auch wenn uns knapp 10 Jahre Leben trennen, fühle ich mich mit dieser jungen Frau aus Berlin gedanklich verbunden, denn sie schreibt mir quasi aus dem Herzen. Lesen und abonnieren lohnt sich, sie ist so herrlich ehrlich, so gemeinsam einsam! PS: warum steckt eigentlich in gem-(einsam) auch einsam?

Tout un mois sans aucun article. Ok, j’avoue, j’étais paresseuse… enfin, non… je n’avais plutôt ma envie d’écrire. D’autre ont fait fait cela beaucoup mieux à ma place. Comme par exemple Evelyn Rosar. Et même si dix ans de vie nous nous séparons, parfois je me sens très proche de cette jeune femme de Berlin parce qu’elle écrit de mon cœur quasiment. Lire et s’abonner à son blog vaut le coup. On se sent tellement bien ensemble tout en étant seule.

Zu spät. Trop tard.

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Du schickst mir die Sonne, sie soll wohl meine Tränen trocknen. Hinter dunklen Wolken schiebt sie sich hervor, der Himmel über dem kleinen Friedhof ist plötzlich blau und wolkenlos. Die wärmenden Strahlen auf meinem Gesicht tun gut und ich kann nicht anders als mit einem Blick nach oben dankend zu lächeln.

119 Kilometer lang kommen zwei Worte immer wieder in meinen Sinn. Zu spät. Es ist zu spät. Und ich bereue dieses “zu spät”.
Warum habe ich in all den Jahren unserer wunderbaren Freundschaft es nicht ein einziges Mal geschafft, an Deinem Geburtstag bei Dir zu sein? Was war so viel mehr wichtig, als mir diese Zeit zu nehmen? Immer wieder habe ich den Besuch aufgeschoben weil die geografische Entfernung einfach zu weit war. Nun kann ich nur noch Blumen auf Dein Grab legen zum Tag Deiner Geburt. Zu spät, um Dir persönlich zu gratulieren, Dich zu umarmen.
“Schieb nichts auf”, scheinst Du mir sagen zu wollen. “Dinge, die dir am Herzen liegen verdienen kein “später” oder “irgendwann mal”. Tue sie wann immer sie dir in den Sinn kommen, Folge deiner Eingebung, deinem Bauchgefühl. Hab keine Furcht vor dem nächsten Schritt oder vor zu großen Träumen. Bleib dir treu in allem was Du tust aber tue es und warte nicht auf den richtigen Moment. Du lebst jetzt.”
In Dankbarkeit, tiefer Freundschaft und stillem Gedenken an Barbara Schuboe.
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Tu m’envoies le soleil pour sécher mes larmes. Derrière les grosses nuages il fait son apparition, le ciel sur ce petit cimetière est soudainement bleu et sans nuage. Les rayons chauds sur mon visage font du bien et je ne peux que me tourner vers la haut avec un petit sourire.
Pendant 119 km deux mots maîtrisent mon esprit. Trop tard. Il est trop tard. Et je le regrette fort ce “trop tard”. Pourquoi dans tous ces années de notre amitié je n’ai pas réussi une seule fois d’être présente pour ton anniversaire? Qu’est-ce qui était si souvent plus important que de prendre ce temps pour toi? Plusieurs fois j’ai reporté ma visite parce que la distance géographique était trop importante. Et maintenant la seule chose que je peux faire c’est de t’apporter des fleurs sur ta tombe pour le jour de ta naissance. Trop tard pour te dire bon anniversaire de vive voix, de te prendre dans mes bras. Il me semble t’entendre dire “Ne remets rien à plus tard. Ce qui te tient à cœur ne mérite pas un “plus tard” ou “un beau jour”. Fait le quand ça te vient à l’esprit. Suis ton intuition, ton ventre. N’aie pas peur du prochain pas ou des rêves trop grands. Restes honnête avec toi dans tout ce que tu fais et fais-le. N’attends pas le moment parfait. Tu vis maintenant.”
En gratitude et amitié éternelle. In memoriam Barbara Schuboe.

Lieblingsblumen zum Selberpflücken.

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Ein wunderschöner Strauß Gladiolen dekoriert mein Zimmer, selbst gepflückt mit ganz viel Liebe und großem Vergnügen. Eine tolle Erfindung diese Blumenfelder, in denen man sich nach Lust und Laune bunte Blüten abschneiden kann. Ich könnte darin Stunden verbringen… absolut entspannend, Streicheleinheiten für die Seele.
Mit meinen Gedanken bin ich zu meinem Großvater gereist, Gladiolen waren seine Lieblingsblumen. Falls er mir von irgendwoher zuschaut, hat er sich sicher mit mir an dieser Farbenpracht erfreut. Der Strauß auf meinem Tisch ist für ihn, in Erinnerung und zu seinem 100. Geburtstag, den er vor ein paar Tagen gefeiert hätte.

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