Category Archives: Licht

Aufräumen.

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Bei sommerlichen Temperaturen genieße ich meinen Urlaub auf Balkonien mit den beiden Fellnasen.

Bisschen Hausarbeit ist auch auf dem Programm und Platz schaffen in den Schränken.

Gestern waren die Hefter mit den Arztrechnungen und medizinischen Berichten dran. Und es tat gut, vieles davon zu zerreißen und ab damit in den Müll.

Heute, genau 6 Jahre nach dem schwarzen Tag der Diagnose, fühle ich mich befreit und zufrieden mit dem was ist.

Der Spruch auf dem Yogi-Teebeutel ist passend: Dein Leben ist ein Geschenk.

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Purple Rain.

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(c) Purple Rain

“Honey, I know, I know
I know times are changing
It’s time we all reach out
For something new, …”

(Liebes, ich weiss. Ich weiss, ich weiss, dass sich die Zeiten ändern. Es ist an der Zeit, dass wir alle etwas neues beginnen.)

(Chéri, je sais. Je sais que les temps changent. Il est temps que nous commençons tous quelque chose de nouveau.)

Danke an einen tollen Menschen, der dieses Lied, in einer schweren Zeit, für meine liebe Freundin und mich gesungen hat.

Merci à quelqu’un de très précieux qui a chanté cette chanson pour moi et ma chère amie dans un moment très difficile.

Blood Moon over Europe.

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Ohne viel Worte… einfach nur schön und auf jeden Fall wert, morgens um 3h30 aufzustehen. Ich gebe zu, etwas verrückt bin ich dann doch manchmal 🙂

Sans trop de mot… tout simplement beau. Ça valait la peine de se lever à 3h30 du matin. J’avoue, parfois je suis un peu folle 🙂

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Dans les près. In den Feldern.

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De la Franche-Comté. Je pars pour un jogging et cela se transforme en chasse au trésor. Je trouve des tournesols, des disques en vinyl des années 80. Kim Wilde… Tell me where you are. Jean-Jacques Goldman… Au bout de mes rêves. Sandra… Heaven can wait. Et enfin le bon chemin qui m’a été indiqué.

Je me retrouve au cœur de la nature en ce beau mois d’août à un endroit qui m’offre plein de souvenirs d’il y a deux ans. Au sein de la famille d’une amie proche je trouve du réconfort, de la joie et la partage des bons moments. Et tout ça sans réseau téléphonique, sans wifi, sans chi-chi. Dans la source du village on se rafraîchit les pieds, un dîner d’amitié en plein air, au petit-déjeuner la confiture fait maison. Que la vie est belle quand elle est simple. Merci Cath, Phil, Marie-Claude!

Region Franche-Comté, nahe Dijon. Ich mache mich auf für eine Stunde Jogging, das Ganze entwickelt sich zur Weg-und Schatzsuche. Ich finde zunächst strahlende Sonnenblumen, dann Schallplatten aus den 80er Jahren. Kim Wilde… Tell me where you are. Jean-Jacques Goldman… Au bout de mes rêves. Sandra… Heaven can wait. Und dann schlussendlich doch den richtigen Weg, der mir empfohlen wurde.

Ich befinde mich im Herzen der Natur an diesem sommerlichen Augustwochenende welches in mir viele Erinnerungen an meinen letzten Besuch hier vor zwei Jahren weckt. Herzlich willkommen bei Freunden fühle ich mich geborgen, wir teilen gutes Essen, interessante Gespräche und besondere Momente. Ein schwaches Telefonnetz, kein Wifi, kein großer Komfort. In der Dorfquelle erfrischen wir uns die Füsse, Abendessen unter freiem Himmel bei Kerzenschein, zum Frühstück hausgemachte Marmelade. Das Leben ist schön, wenn es einfach ist. Danke Cath, Phil, Marie-Claude!

Ich hab lange auf Dich gewartet. Je t’ai longtemps attendu. 

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Lieber lang ersehnter Sommer,

fast hatte ich den Eindruck, Du hast mich vergessen, hast es einfach verpasst, mal bei mir vorbei zu schauen. Sogar die Heizung musste wieder arbeiten, um mich etwas zu wärmen. Aber nun seit drei Tagen verwöhnst Du mich. Beglückst mich mit Sonne, blauem Himmel und vorallem lauen langen Abenden in wunderbarem Licht. Deshalb habe ich nun auch beschlossen, die Winterschuhe und den Mantel definitiv in den Schrank zu räumen. Bitte, bitte bleib eine Weile bei mir, ich hab mich so auf Dich gefreut. Danke!


Très cher été tellement attendu,

j’ai presque pensé que tu m’avais oublié, que t’as raté de venir me voir. Même le chauffage a dû travailler pour me chauffer un peu. Mais depuis trois jours tu me gâtes. Tu me rends heureuse avec un beau soleil, un ciel bleu et surtout des longues soirées en belle lumière et des températures agréables. J’ai donc décidé de finalement mettre les bottes et le manteau au placard. S’il te plait reste un petit peu auprès de moi, j’avais tellement hâte de te retrouver. Merci!

Ich brauch Farben. J’ai besoin des couleurs.

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Geduld war noch nie wirklich meine Stärke, ich gebe es zu, erneut. Und die noch knapp 40 Tage bis zum Frühling erscheinen mir wie eine Ewigkeit. Zwar stecken die ersten Schneeglöckchen ihre Köpfe in die Luft aber die Farben und das Licht fehlen noch. Das fahle Grau und Grün des Winters schiebt sich ziemlich auf mein Gemüt und nicht nur auf meins hab ich den Anschein. Meine Fotos vom letzten April heben die Stimmung, deshalb möchte ich einige davon heute gern mit all denen, die sich auch nach Farbe sehnen teilen.

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La patience n’a jamais été mon point fort, j’avoue de nouveau. Encore à peu près 40 jours jusqu’au printemps mais cela me semble une éternité. Les premiers perce-neiges montrent leur tête mais les couleurs et la lumière manquent encore. Le gris de l’hiver prend possession de mon humeur et non seulement du mien il me semble. Mes photos d’avril dernier me remontent le moral, pour cela j’ai envie de les partager avec tous ceux qui attend avec moi impatiemment les couleurs dehors.

#28/28 Finale. Und zwar mein ganz Persönliches.

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00:19
Die letzte Nacht vor der letzten Behandlung. Ich kann nicht einschlafen. Ähnlich wie in der Nacht vor der Allerersten. Dazwischen liegen 229 Nächte, davon einige mit sehr wenig Schlaf, der wurde dann am Tag nachgeholt. Bin zu einem Murmeltier mutiert. Im Winter ist das ja ok, jetzt allerdings jeden Nachmittag 2-3 Stunden Tiefschlaf zu benötigen und somit die Sonne und das Licht zu verpassen ist eigentlich unverzeihlich aber eben nicht zu ändern. Der Körper holt sich, was er braucht. Das gilt übrigens auch für die Kalorienzufuhr. Es ist nichts zu machen, die eh nie dagewesene Bikinifigur wird es auch diesen Sommer nicht geben. 😉
Ich tröste mich damit, dass der Körper einer Frau sich eh um die 40 herum verändert und beruhige mein Gewissen mit einem nunmehr fast täglichem leichtem Jogging von mindestens 30 Minuten… Jetzt sollte ich dochmal versuchen, in den nächsten 30 Minuten einzuschlafen. Bonne nuit.

10h16
Die letzte Fahrt im Taxi entlang der Mosel Richtung Trier. Alle 4 Jahreszeiten habe ich nun diese schöne Strecke erlebt. Die Weinstöcke wachsen und stehen momentan in Blüte. Fast wage ich zu sagen, dass mir dieser Anblick fehlen wird, aber eben nur fast denn manch andere Anblicke im Wartezimmer wurden immer schwieriger zu ertragen. Sch… K-Krankheit (ja, manchmal muss die Wut darüber raus).
Mein sehr freundlicher Fahrer hat mich knappe 2.664 km chauffiert, OBRIGADO Nuno!
Ohne ihn hätte ich diese Fahrerei nicht geschafft, denn sehr oft war ich auf dem Hinweg noch zu müde und es auf dem Rückweg schon wieder.

10h56
Umkleide 4 oder 5? Ich wette 5. Nein, es wird die 4.
Dahinter erwartet mich das nette Team von Bestrahlung 2 und der Linearbeschleuniger CLINAC.
Ein letztes Mal richtig liegen, Arme hoch, 2 Minuten still halten und FERTIG! Ich verabschiede mich von Gudrun, Irmgard, Michelle und Jaczek, von Frau Berger und Dr Siekmeyer, alles sehr liebe und hilfsbereite Seelen. Gern auf ein Wiedersehen aber bitte in anderer Umgebung!

11:37
Nun geht es nach Hause und die Etappe der Reha beginnt. Ich glaube, ich läute sie mit einem leckeren Mittagessen auf meinem Balkon ein. Wie heißt es so schön in dem Song von Grooveminister… das haben wir uns verdient oder frei nach L’Oreal… Weil ich es mir wert bin.

PS: und zu guter Letzt der Spruch des Tages… Trage nur gute Gedanken in Dir.

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00:19
La dernière nuit devant le dernier traitement. Impossible de m’endormir. Pareil que dans la nuit devant la toute première. 229 nuits les séparent, dont un certain nombre d’insomnie. Souvent j’ai récupéré le sommeil en journée. Je suis devenue une marmotte.
En hiver c’est ok mais de passer 2-3 heures en sieste profonde à cette époque de l’année et de rater soleil et lumière est presque impardonnable. Hélas c’est ainsi, le corps prends dont il a besoin. Cela s’applique d’ailleurs aussi pour les calories. Rien à faire, le corps de rêve en bikini qui n’était jamais existant ne viendra pas cet été non plus. 😉 Je me console avec le fait que le corps d’une femme change de toute façon autour de la quarantaine et je soulage ma conscience avec mon light jogging de minimum 30 minutes presque journalier. … Maintenant il sera souhaitable de m’endormir dans les prochaines 30 minutes. Bonne nuit.

10h16
Le dernier trajet en taxi au bord de la Moselle, direction Trêve. J’ai désormais vu ce beau chemin dans toutes les quatre saisons. Les vignes poussent et sont actuellement en fleurs. J’ose presque dire que cette vue va me manquer, mais seulement “presque” car d’autres vues comme par exemple dans la salle d’attente sont devenus difficile de supporter. Maladie de m… (et oui, parfois la colère doit s’exprimer).
Mon très aimable chauffeur m’a conduit 2.664 km, OBRIGADO Nuno!
Sans lui je n’aurais pas pu faire tous ces trajets, car souvent sur l’aller j’étais encore trop fatiguée et sur le retour je l’étais de nouveau.

10h56
Cabine 4 ou 5? Je pari que 5. Non, c’est la 4.
Derrière la porte m’attend l’équipe adorable de la radiothérapie2 et l’accélérateur linéaire CLINAC.
Une dernière fois allongée en bonne position, lever les bras, rester immobile pendant deux minutes et TERMINÉ!
Je dis merci à Gudrun, Irmgard, Michelle et Jaczek, à Mme Berger et Dr Siekmeyer, tous des âmes aimables et très serviables. Au revoir mais dans un autre contexte s’il vous plait!

11:37
Allez, on rentre à la maison où l’étape de la réhabilitation commence. Je pense de la débuter avec un petit repas sur ma terrasse car – pour citer un des slogans le plus connus au monde – Je le vaux bien.

PS: Pour ne pas oublier la phrase de la journée: Gardes seulement des pensées positives en toi.