Category Archives: Hoffnung

“Tear down this wall”

Standard

Worte vom 40. US-Präsident Ronald Reagan am 12. Juni 1987 vor dem Brandenburger Tor in Berlin die Geschichte gemacht haben. Ebenso der 9. November 1989.

Heute, mehr als 24 Jahre nach dem Fall der Mauer, muss ich wiedermal feststellen, dass sie vielerorts leider noch immer in den Köpfen existiert. Auch auf die Gefahr hin, dass ich einige Kritik einstecken werde, diese Gedanken muss ich jetzt einfach loswerden.

Nie hätte ich gedacht, mich mal während einer Chemositzung wegen unschönen und in meinen Augen ungerechtfertigten Kommentaren über Ossis so sehr zu ärgern, dass ich mir meine Meinung nicht verkneifen kann. Hätte mich ja schlafend stellen können, aber es hat an der Ehre gekratzt und an meinem ausgeprägten Sinn nach Gerechtigkeit.

Ja, ich bin stolz darauf, ein DDR-Kind zu sein und ich stehe dazu. Wahrlich war nicht alles gut, aber alles war auch nicht schlecht und vor allem sind es nicht alle Menschen, die in Ostdeutschland geboren sind. Gibt es nicht überall solche und solche? Die, die meinen, alles zu wissen, die schlauer oder raffinierter zu sein scheinen. Die existieren im Norden, Süden, Westen, Osten und sogar im Ausland…

20140327-212043.jpg

Ich mag es nicht, wenn aus Unwissenheit und Ignoranz Pauschalurteile gefällt werden.

Ich bin sehr vielen Menschen begegnet, die aus den alten Bundesländern kommen und tue das auch jetzt noch. Mit einigen habe ich genau diese Thematik von der “Mauer in den Köpfen” diskutiert und viele, vor allem aber die im Ausland lebenden Deutschen haben dieses Ossi-Wessi-Denken gar nicht mehr so präsent in ihren Köpfen, fühlen sich eher als Europäer und das ist eine schöne Gemeinsamkeit.
In meinem Bekanntenkreis gibt es viele liebevolle “Wessis”, einige wunderbare tiefe Freundschaften, es gibt harmonische Ost-West-Ehen mit Wunsch-Kindern. Ich habe tolle Ärzte und medizinisches Pflegepersonal “im Westen”, die mir helfen, zu heilen. Also, es geht doch!

Natürlich weiß ich auch, dass die Wende nicht für alle das gebracht hat, was sie sich erhofft haben und das in beiden Teilen Deutschlands so mancher sich das alte System zurück wünscht. Aber mal ehrlich, wie lange wäre das denn noch gut gegangen. Ich für meinen Teil wäre mit Sicherheit ein Regimegegner geworden und man hätte mich wohl nie ins Ausland reisen lassen.

Deshalb…. anstatt sich noch nach 24 Jahren über so derart Belangloses aufzuregen, wie z.B. dass in der Zeit des Begrüssungsgeldes die Aldis leer gekauft waren, sollten wir Deutschen doch alle sehr froh sein, dass es diese Mauer nicht mehr gibt und dankbar für die friedliche Revolution, die Deutschland wieder vereint hat. Wir sollten uns dessen sehr bewusst sein, gerade jetzt in Zeiten der Krise in der Ukraine und auf der Krim. Dort entstehen gerade wieder neue Mauern, und das ist wirklich schlimm!

Also, geben wir meiner und der nächsten Generation die Chance, die Mauer in den Köpfen abzureißen.

PS: Krebs macht im Übrigen keinen Unterschied, ob Wessi oder Ossi. Trifft beide und ist sch…

Weil jede Woche zählt. Car chaque semaine compte.

Standard

Eine kleine Nachlese meiner Werke der letzten zwei Wochen und das Rosa-Ei der nächsten 7 Tage… Ganz unter dem Motto des Relais pour la Vie (Lauf des Lebens in Luxembourg).

En résume voici mes œuvres des derniers deux semaines et l’œuf rose pour les prochains 7 jours sous le chapeau du Relais pour la Vie à Luxembourg.

http://www.relaispourlavie.lu

20140327-123541.jpg

20140327-123531.jpg

20140327-123857.jpg

0,33 mm pro Tag… sie wachsen wieder!!! 0,33 mm par jour… ils repoussent!!!

Standard

©Sie wachsen wieder!

So wie gerade in der Natur alle kleinen Frühlingsblumen ans Licht wollen, so kommen nun auch meine Haare wieder und das trotz andauernder Therapie. Eine tolle Entdeckung nach drei Monaten “oben ohne”, welch Freude!

Es ist ein wunderbares Gefühl, sich mit der Hand über den ganz weichen Flaum zu fahren, fast wie bei einem kleinen Baby. Laut Wikipedia darf ich jetz mit 0,33 mm Wachstum pro Tag rechnen, das bringt mich also zu fast 1 Zentimeter in einem Monat. Fesche Kurzhaarfrisur im Juni sollte daher doch zu schaffen sein, vamos!

Dans la nature toutes les petites fleurs de printemps se font le chemin vers la lumière, sur ma tête c’est mes cheveux qui repoussent et cela même avant la fin de la thérapie. Quelle chouette découverte après 3 mois sans coiffure, quelle joie!

C’est un magnifique sentiment de sentir ce mince duvet tout doux, presque comme chez un bébé. Selon Wikipedia je peux maintenant m’attendre à qu’ils repoussent 0,33 mm par jour et alors presque 1 cm par mois. Une jolie coupe courte pour juin devrait être alors faisable, vamos!

“La passion de ma passion” – Merci Vincent!

Standard

20140223-205932.jpg

Vincent Flamion – Blog Photographe

Vincent Flamion – X Septembre Gallery

L’idée de mémoriser cette période particulière de ma vie me trottait dans la tête depuis un moment et je savais que cette photo doit être faite par quelqu’un qui partage ma passion de la photographie et à qui j’ai confiance.

Et voilà, chose faite avec un résultat éblouissant.

Aujourd’hui, exactement six mois après diagnostique, je me regarde sur cette photo et je découvre une belle femme courageuse et souriante. J’ai appris que la vie peut aussi bien nous mettre devant des énormes défis mais en même temps nous réserver des jolis découvertes.

Schon seit ein paar Wochen verfolgte mich die Idee, diese besondere Zeit meines Lebens bildlich festzuhalten und ich wusste, dass dieses Bild von jemandem gemacht werden muss, der meine Passion für die Fotografie teilt und zu dem ich Vertrauen habe.

Die Realisierung dieses Vorhabens ging schneller als gedacht und das Ergebnis ist umwerfend.

Heute, genau 6 Monate nach Diagnose, schaue ich mich auf diesem Foto an und sehe eine hübsche mutige Frau mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Ich habe gelernt, dass einem das Leben vor manch grosse Herausforderung stellt, es einem aber im gleichen Moment auch schöne Dinge zu entdecken schenkt.

©Ein Klick der befreit-1

©Ein Klick der befreit-2

“J’avais peur de te perdre.” – “Ich hatte Angst, Dich zu verlieren.”

Standard

Cette phrase m’a dit une amie hier soir au téléphone et j’étais très émue. Des mots qui touchent le cœur et qui font réfléchir. La peur l’a empêché de prononcer ces mots plus tôt, elle ne savait pas comment réagir, quoi dire, quoi pas dire, comment faire en face d’une telle nouvelle. Et elle n’est pas seule avec ces questions et ce sentiment car très souvent il est plus difficile pour l’entourage que pour le patient même de gérer la situation.
Ce que j’ai appris… Il n’y a pas un mot mal placé ou une phrase à éviter, tout vrai geste de sympathie aide, seule le silence complet fait mal … au moins au début.
Donc pour ceux qui dans leur famille ou dans leur cercle d’amis sont frappé par un tel challenge… N’ayez pas peur de dire ce que vous ressentez, que des fois vous ne savez tout simplement pas quoi dire ou que vous êtes bouleversés par le fait qu’un être cher est touché par cette maladie. Cela fait du bien à vous et à la personne en question.

D’ailleurs…
Peur de me perdre j’avais en effet aussi, surtout les premiers jours après le diagnostic . Mais je vais m’en sortir et Miss Sunshine me restera en souvenir de cocktail nr 8 ce matin.

Voilà… Miss Sunshine! Darf ich vorstellen… Miss Sunshine!

20140220-184032.jpg

Den Satz habe ich gestern Abend von einer Freundin gesagt bekommen und er hat mich sehr berührt. Worte, die zu Herzen gehen und nachdenklich machen.
Angst hatte sie daran gehindert, mir diese Worte eher zu sagen, sie wusste nicht, wie sie reagieren soll, was sagen, was nicht sagen, wie handeln im Angesicht einer solchen Neuigkeit.
Und sie ist nicht allein mit diesen Fragen und Gefühlen denn häufig ist es fuer die Angehörigen und Freunde schwieriger mit solchen Diagnosen umzugehen als für den Betroffenen selber.

Was ich gelernt habe… Es gibt kein falsches Wort oder ein Satz, den man besser nicht sagt, alle ehrlich gemeinten Gesten des Mitgefühls tun gut nur das absolute Schweigen tut weh… zumindest am Anfang.

Deshalb für alle, die ihnen Nahestehende durch eine solche Herausforderung begleiten wollen/müssen… Habt keine Angst, mit ihnen über Eure Gefühle zu sprechen, darüber dass Ihr manchmal einfach nicht wisst, was Ihr sagen sollt, dass Ihr betroffen und verunsichert seid, weil ein Euch lieber Mensch von dieser Krankheit betroffen ist. Es tut Euch und ihm/ihr gut.

Apropos…
Auch ich hatte Angst, mich zu verlieren, vor allem in den ersten Tagen nach der Diagnose. Aber ich werde es schaffen und Miss Sunshine wird Erinnerung an Cocktail Nr 8 heut morgen bleiben.

Ein halbes Jahr…

Standard

…. liegt zwischen jetzt und dem Moment, an dem das Schicksal mich herausgefordert hat.

Eines der ersten Bücher, die ich mir damals gekauft habe, beginne ich erst heute zu lesen. Es ging nicht eher… die Angst zu viel zu zeitig zu erfahren saß im Nacken.

Toll geschrieben für Betroffene aber auch Angehoerige… “Fremdkörper” von Miriam Pielhau.

20140209-222311.jpg

“Das Schlimme ist nicht nur für mich schlimm und nicht nur für die, die mich lieb haben. Sondern auch für die, die in mir einfach ihre schlimmsten Befürchtungen lebendig geworden und verkörpert sehen. Umso wichtiger, nicht nur für sich und die Liebsten, sondern auch für solche Menschen stark zu sein. Ein bisschen zumindest. So gut es geht.
(Auszug aus “Fremdkörper”)

Oh, wie wahr!

A Day To Remember.

Standard

©A Day To Remember

Wie wahrscheinlich viele Millionen Menschen weltweit, habe ich heute die Gedenkfeier für Nelson Mandela verfolgt. Allein ueber den Bildschirm war es schon ein beeindruckender Moment, die Atmosphäre im FNB Stadion in Soweto muss einzigartig gewesen sein. So einzigartig wie Mandela, der es sogar nach seinen Lebzeiten schafft, die aergsten Gegner zu einem Handschlag zu bringen. Ein Tag, an den sich die Menschheit stets erinnern sollte.

©Message from South Africa 2013-12-10

Comme probablement quelques million de personnes partout au monde j’ai suivi aujourd’hui la cérémonie de deuil pour Nelson Mandela. Rien derrière l’écran de la télé c’était un moment impressionnant, l’ambiance dans le FNB stade à Soweto était surement unique. Unique comme Mandela, qui même après son départ est capable d’approcher les pires ennemies par une salutation. Un jour à remémorer.

225 mg. Träume. Rêves.

Standard

Noch ist es jeden Morgen und jeden Abend ein Stich in den Bauch aber mit etwas Glück kann daraus in 3 bis 5 Jahren das Wunder Leben entstehen. Ich bete dafür, jeden Tag.

Ich danke den Onkofertilitäts-Spezialisten im CRG Brüssel für Ihre herzliche Unterstützung auf meinem Weg dahin.

©Mon Kimi... Kinderträume

Pour l’instant c’est une piqure chaque soir dans le ventre mais d’ici 3 à 5 ans ça pourrait devenir le miracle d’une nouvelle vie. Mes prières y sont chaque jour.

Mes remerciements vont aux spécialistes en oncofertilité au CRG Bruxelles qui m’accompagne d’une façon adorable sur ce chemin.

©Already in my heart...

15th October – Breast Health Day 2013

Standard

©Breast Health Day 2013

Erst in diesem verflixten Jahr 2013 lerne ich die Bedeutung des 15. Oktober kennen –

es ist Brustgesundheitstag.

An alle Frauen dieser Welt… gebt Acht auf Euch!

Als Geschenk an mich selbst zu diesem wichtigen Tag, schenke ich mir den Mut dieses Selbstporträt zu publizieren. Es ist entstanden unter wichtigen Tränen. Ein gutes Zeichen… nur ein paar Stunden zuvor waehle ich die Haare, Tücher und Mützen die mich in den nächsten Monaten behüten.

Dans cette année 2013 bien difficile je viens d’apprendre la signification de la date 15/10…

c’est la journée de la santé de sein.

A tous les femmes de ce monde… faites bien attention à vous!

Comme cadeau pour cette journée significative je m’offre le courage de publier ce portrait qui a été fait sous des larmes très importantes. Un bon signe… il y a seulement quelques heures que j’ai choisi les cheveux, foulards et bonnets qui vont m’accompagner ces prochains mois.

©Wagnis Selbstporträt

Und das Leben geht weiter. Et la vie continue.

Standard

Manchmal erscheint einem alles so unendlich finster und einfach zu unüberwindbar. Und dann kommen plötzlich doch wieder winzige Augenblicke von Hoffnung und der starke Wille, weiterzugehen… auf neuen Wegen.

In jeder Minute unseres Daseins muessen auf dieser Welt viele Mensche harte Schicksalsschläge akzeptieren, fuer den einen scheint die Welt stehen zu bleiben oder gar unterzugehen waehrend für alle anderen im selben Moment der Alltag und das normale Leben einfach weiter geht. Und genau das ist Leben und nicht zu ändern.

Das Wichtigste in diesen traurigen und schweren Stunden, Tagen, Wochen unserer Existenz ist, dass wir bei uns bleiben, unseren Schmerz (er)tragen und an unseren Lebenskrisen wachsen. Egal wie schlimm es uns auch ergeht, es kommen wieder bessere Zeiten, GLAUBT DARAN!

Bedeutende Erfolge sind auch die Ergebnisse überwundener Krisen.
– Hans Arndt –

Eine empfehlenswerte Lektüre zu diesem Thema … “Krisen überwinden und an ihnen wachsen”

©Life must go on

Parfois on a l’impression d’être dans l’obscurité et devant une énorme montage infranchissable. Et puis d’un cout il y a un minuscule moment d’espoir et une grande volonté de continuer… un nouveau chemin.

Dans chaque instant de notre existence il  a quelque part sur notre planète des gens qui sont confronté à un dur coup de  destin. Pour l’un le monde s’arrête de tourner ou s’écroule même et justement dans cette même seconde la vie et le quotidien continue pour le reste. C’est exactement ça qui s’appelle la vie et nous ne pouvons pas le changer.

Le plus important dans ces heures, jours, semaines tristes et dures, c’est de rester proche de soi-même, de (sup)porter la douleur et de grandir de cette crise de la vie. Même après le pire il y a un rayon de soleil un jour… il faut y CROIRE.

Une bonne lecture à recommander à ce sujet… “Aimer-perdre-grandir”